Love, Loosha

Lucia Berlin war zur Zeit ihres Todes 2004 in den USA als brillante Autorin von Kurzgeschichten bekannt, erreichte jedoch keine große Leserschaft. Das änderte sich 2015 mit der Publikation von „A Manual for Cleaning Women“, einer Sammlung einiger Love, Loosha ihrer letzten Werke, die praktisch über Nacht zum internationalen Bestseller wurde. „Love, Loosha“ ist eine Sammlung von Briefen zwischen ihr und ihrem guten Freund, dem Dichter und Broadway-Lyriker Kenward Elmslie. Ihre Korrespondenz zwischen 1994 und 2004 zeigt ihr Leben, ihre Arbeit und ihre literarischen Obsessionen. Sie diskutieren Trends im US-amerikanischen Verlagswesen, Zeitgeschichte, die Frage von politischer Korrektheit und eigenes Verletztsein. Sie klatschen, teilen aus und unterhalten. – Lucia Berlin unterrichtete Kreatives Schreiben an der University of Colorado, lebte aber als alleinerziehende Mutter von vier Söhnen oft an der Armutsgrenze. Ihre Krankheit Skoliose fesselte sie im Alter an ein Sauerstoffgerät, und ausufernde Arztrechnungen zwangen sie zu einem Leben im Trailerpark. Die Mitübersetzerin Antje Rávik Strubel schreibt in ihrem Vorwort über ihre Faszination, in diesen Briefen zu lesen, „zugleich heilig und frivol, beglückend und beschämend“. Dem kann man sich nur anschließen, wenn auch deutsche Leser:innen mit manchen Bezügen wohl weniger anfangen können.

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

Love, Loosha

Love, Loosha

Lucia Berlin, Kenward Elmslie ; aus dem Englischen übersetzt von Marion Hertle und [einer weiteren]
AKI (2024)

330 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 754162
ISBN 978-3-311-35020-0
9783311350200
ca. 35,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Li
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