Der Friseur und die Kanzlerin
Der Erzähler des Romans ist Pächter eines Damen-Friseur-Salons in Barcelona. Als eines Tages sein Freund 'Romulus der Schöne' über Nacht verschwindet, fühlt er sich verpflichtet, dessen Schicksal nachzuspüren. Mithilfe einiger Straßenkünstler
kommt der Erzähler nach und nach einer politischen Verschwörung auf die Spur. Ein weltweit gesuchter Terrorist plant, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ermorden. Durch die Entführung Merkels, die den Friseur für ihre Jugendliebe 'Manolito' hält, gelingt es dem Erzähler die Kanzlerin in Sicherheit zu bringen. - Mendozas Roman ist eine Satire auf das Leben im krisengeschüttelten Spanien. Seine geradezu cartoonartigen Überzeichnungen machen weder vor dem Plot noch vor den Figuren halt und geben dem ernsten Thema einen heiter-bissigen Anstrich. Leider hat die Geschichte um den verschwundenen 'Romulus', die geschickt mit Versatzstücken der spanischen Literaturgeschichte spielt, ihre Längen, was dem absurden Plot einiges von seinem Schwung nimmt. (Übers.: Peter Schwaar)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Friseur und die Kanzlerin
Eduardo Mendoza
Nagel & Kimche (2013)
279 S.
fest geb.