Post von Püppi
Die Geschichte erzählt vom Alltagsleben des Franz Kafka und geht auf eine Anekdote zurück, die von Dora Diamant, einer Freundin des Schriftstellers, überliefert wurde. Franz Kafka trifft bei einem Spaziergang im Park die kleine, bitterlich weinende
Saskia. Sie hat ihre Puppe verloren. Franz tröstet sie, und als er hört, wie sie ausgesehen habe, meint er: „Ja, genau! Ich habe sie heute Morgen am Bahnhof gesehen. Sie hatte einen Koffer dabei und ist in einen Zug gestiegen.“ Zu Hause angekommen schreibt er eine Postkarte, die er bei seinem nächsten Gang in den Park mitnimmt. Von nun an bringt er immer wieder Postkarten mit, auf denen Püppi von den Stationen ihrer Weltreise berichtet. Eines Tages kauft Franz eine Puppe, schenkt sie der kleinen Saskia und meint, Püppi sei von ihrer Weltreise zurückgekehrt. Saskia meint, sie sähe nicht aus wie Püppi, aber auch dafür hat er eine Erklärung: „Sie ist schließlich um die ganze Welt gereist … Wir alle werden älter und sehen dann anders aus. Aber im Herzen sind wir dieselben.“ Bernadette lebt und arbeitet in Kent. Sie hat unzählige Grimm- und Andersen-Märchen gestaltet und nun auch „Post von Püppi“ nacherzählt und diese zart, verspielt und kleinteilig illustriert.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Post von Püppi
erzhählt von Bernadette ; aus dem Englischen von Stefanie Jacobs
NordSüd (2024)
[40] Seiten : farbig
fest geb.