Meine Freundin Anne Frank
Hannah wächst als Tochter eines Ministerialrats der preußischen Regierung in großbürgerlichen Verhältnissen auf. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten sieht sich die jüdische Familie gezwungen, Berlin zu verlassen, und findet in Amsterdam
ein neues Zuhause. Dort lernt die kleine Hanna ein deutsches Mädchen kennen, das seine allererste Freundin, Spielkameradin, Nachbarin und Mitschülerin wird. Es ist Anne Frank, die später aufgrund ihres Tagebuchs das berühmteste Holocaustopfer werden sollte. Die Erinnerungen an diese besondere Freundschaft sind eingebettet in die Beschreibungen des schwierigen Lebens als Flüchtlinge und der Sorgen, als Krieg und Besatzung immer näher rücken. Bald sind die Juden auch in Amsterdam nicht mehr sicher; es folgen Deportation, Lagerhaft und Vernichtung. Als eine der wenigen Überlebenden von Bergen-Belsen zieht Hannah 1947 nach Israel, gründet eine Familie und baut sich ein neues Leben auf, doch die Erinnerungen bleiben präsent. - Eine bewegende und beeindruckende Lebensgeschichte, die besondere Beachtung verdient.
Gertrud Plennert
rezensiert für den Borromäusverein.
Meine Freundin Anne Frank
Hannah Pick-Goslar und Dina Kraft ; aus dem Englischen von Elsbeth Ranke
Penguin Verlag (2023)
383, [16] Seiten : Illustrationen (teilweise farbig)
fest geb.