Das große Spiel
Todd und Rafi sind Freunde seit Jugendtagen, verbunden durch ihre Liebe zum Spiel. Eines Tages entdeckt Rafi Go, eines der komplexesten Strategie-Spiele der Welt, unberechenbar in seinen unzähligen Möglichkeiten. Todd entwickelt elektronische Spiele
und Internet-Plattformen. Er gerät immer tiefer in die Social-Media-Welt, mit der er sich ein Imperium aufbaut, zu dem Rafi, der Bücher liebt und Texte schreibt, den entscheidenden Hinweis liefert. Seine Frau Ina sammelt am Strand von Makatea Plastik-Schrott, den sie für ihre Kunst-Objekte nutzt. Und dann ist da noch Evie, die seit ihrer Jugend in die faszinierenden Tiefen der Ozeane taucht, während ihr die übrige Welt fremd bleibt. Mit seinen Sprüngen in Zeit und Ort wird der Roman selbst zu einem großen Spiel, mit unberechenbaren Zügen der Protagonisten. Mal richtet er den Blick auf die faszinierende Unterwasserwelt der Ozeane oder auf die Schönheit der kleinen, abgelegenen Insel Makatea, mal auf die Macher der Künstlichen Intelligenz, die abgreifen, was abzugreifen geht und auch vor den Ressourcen der kleinen Insel nicht Halt machen. Am Ende finden die vier Protagonisten genau hier zusammen, aber ihre Welt ist eine andere geworden. Die Inselbewohner müssen entscheiden, ob sie sich auf das Spiel einlassen oder sich den Veränderungen entgegenstellen wollen.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Das große Spiel
Richard Powers ; aus dem Amerikanischen von Eva Bonné
Penguin Verlag (2024)
509 Seiten
fest geb.