Tanzende Frau, blauer Hahn

Roxana erfährt aus dem Internet vom Unfalltod ihres Jugendfreundes Camil. Als Kind besuchte sie jedes Jahr in den Sommerferien ihre Großmutter in einem kleinen rumänischen Dorf in den Karpaten. Dabei lernte sie Camil kennen, ein Junge aus dem Dorf, Tanzende Frau, blauer Hahn der hinter der Bahnschranke in einer Sozialsiedlung lebte. Sie freundeten sich an und verbrachten die Sommerferien gemeinsam, obwohl sie grundverschieden waren bzw. aus verschiedenen Lebensverhältnissen kamen. Camil berichtete ihr über die verschiedenen Familien im Dorf und hatte immer skurrile Geschichten auf Lager, die sich im Dorf zugetragen haben sollen. Camils Nachbarskind Ana-Mia himmelte ihn an. Für sie war er der Beschützer. Doch wenn Roxanna auftauchte, war sie Luft für ihn. Kaum war Roxana weg, war alles wieder beim Alten. Eines Tages kam Camil es in den Sinn, das Dorf zu verlassen und sein Glück in Spanien zu suchen. – Der Roman spielt in den 90er-Jahren. Die Autorin hat den Zeitgeist sehr gut heraufbeschworen. Roxana schreibt ein Buch über ihre Sommerferien in den Karpaten und über Camil. Mit diesem Buch geht sie auf Leserreise – und auf diese Weise erfahren auch die Leser dieses Buches von der Geschichte. Zum Ende hin kommt auch Ana-Mia zu Wort. – Ein Buch über das Dorfleben im Rumänien, Traditionen, Freundschaft, vertane Chancen, verschiedene Lebenserwartungen und die Liebe. Für alle Büchereien zu empfehlen.

Melanie Bremer

Melanie Bremer

rezensiert für den Borromäusverein.

Tanzende Frau, blauer Hahn

Tanzende Frau, blauer Hahn

Dana Grigorcea
Penguin Verlag (2026)

156 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624435
ISBN 978-3-328-60440-2
9783328604402
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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