Verrückt bleiben!
Als Sabine Buschheuer in einer Plattenbausiedlung in der damaligen DDR aufgewachsen, änderte die Autorin im Alter von 20 Jahren ihren Vornamen offiziell in Else, nachdem sie Schriften von Else Lasker-Schüler gelesen hatte und in ihr eine Wahlverwandte
fand. Den Namen Sabine fand sie zu angepasst. Später unternahm sie immer wieder Aktionen, mit denen sie aneckte und andere Menschen zum Nachdenken anregen wollte. Auch mit diesem Buch will sie Anstöße geben, nicht nur in vorgegebenen Bahnen zu leben. Neben ihren eigenen Erlebnissen und Reisen, die sie u.a. nach Indien führten, nach Sibirien und New York, wo sie die Anschläge auf das World Trade Center aus nächster Nähe erlebte, nimmt sie immer wieder Bezug auf Werke anderer Schriftsteller oder auch auf Filme, die sie fasziniert haben. Wie ihre Aktionen ist auch ihre Sprache manchmal etwas drastisch; das Buch ist in größeren Beständen einsetzbar.
Julia Massenkeil-Kühn
rezensiert für den Borromäusverein.
Verrückt bleiben!
Else Buschheuer
Aufbau (2012)
188 S.
fest geb.