Tage der Flut
Syris ist für das Engagement tätig und das Engagement tut alles für die freie Marktwirtschaft im alten Europa. Syris ist ein guter Beamter und es ist zunächst nicht klar, warum seine Frau Mariella gefoltert und getötet wurde, er selbst in den
Fokus der Polizei gerät und zu guter Letzt eine alles zerstörende Flut über das Land hereinbricht. So zusammenhanglos das Buch beginnt, stellt es eine hohe Anforderung an den Leser, den Überblick zu wahren und letztendlich zu begreifen, dass er, genau wie Syris erst Fragment für Fragment, Kapitel für Kapitel ein Gesamtbild zusammensetzen kann, welches er erst am Ende des Buches betrachten kann. "Tage der Flut" übernimmt viele grundsätzliche Ideen aus Orwells "1984". Auch die Marktwirtschaft in Pollux Welt soll als Diktatur begriffen werden, in dem der Einzelne unter ständiger Beobachtung steht und seine Geschichte nach Bedarf angepasst werden kann. Frank Pollux' Geschichte ist ein geniales Konglomerat aus Krimi, Verschwörungs- und Spionageelementen. Am Ende steht der klimatische Supergau - die Flut - mit ihr beginnt und endet Syris Geschichte. (Übers.: Christiane Kuby)
Daisy Liebau
rezensiert für den Borromäusverein.
Tage der Flut
Frans Pollux
Aufbau (2011)
408 S.
fest geb.