Die Außenseiter
Medicine Ed arbeitet schon ewig auf der drittklassigen Pferderennbahn im Hinterland West Virginias. Wegen seines medizinischen Know-hows stört sich auch niemand an seinem kaputten Bein. Er hat sein bescheidenes Auskommen, eine armselige Bleibe, ab
und an einen Wettgewinn und seine Pferde. Dann taucht eines Tages im Schlepptau eines zwielichtigen Pferdebesitzers Maggie auf, jung, pferdeverrückt und voller Hoffnung auf den ganz großen Wurf. Und der kommt augenscheinlich in Form eines großen schwarzen Pferdes, das direkt aus der Hölle zu kommen scheint und alles verändert. - Man muss schon ein wenig pferdenärrisch sein, um diesen Roman zu mögen. Sein lakonischer Erzählstil, seine Darstellung eines sehr speziellen 'american way of life' fordern vom Leser einiges an Durchhaltevermögen. Hinzu kommt seine partielle Trostlosigkeit, die sich insbesondere in den gescheiterten Existenzen manifestiert, die ihn bevölkern. Für Liebhaber amerikanischer Literatur aber durchaus brauchbar!
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Außenseiter
Jaimy Gordon
Aufbau (2012)
328 S.
fest geb.