Gottes blutiger Himmel

Haddad beginnt seine Geschichte damit, dass der Erzähler schwer verwundet aus dem Irak heraus gebracht wird. Der Syrer hat sein Gedächtnis verloren. Zurück in Damaskus hilft ihm sein Freund Hassan, sich wieder zu erinnern. Der Erzähler ist zusammen Gottes blutiger Himmel mit einem US-Major namens Richard Miller in den Irak gereist, um dort seinen Sohn Samer zu finden, der sich Al Quaida angeschlossen hat. Die Suche wurde zu einer Reise in die Hölle, die im Folterkeller einer irakischen Widerstandsgruppe endete. - Haddad gelingen interessante Figuren, die glaubwürdig in ihrer Kultur verhaftet sind. Ergänzend zum Plot einer problematischen Vater-Sohn Beziehung ist der Roman eine Auseinandersetzung mit den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen der Region - vor dem syrischen Bürgerkrieg. Im Mittelpunkt stehen dabei die chaotischen Verhältnisse im Irak während der US-amerikanischen Besatzung. Das Buch ist aber auch ein Appell an uns, hinter den politischen und religiösen Konflikten immer auch den einzelnen Menschen zu sehen. (Übers.: Günther Orth)

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Gottes blutiger Himmel

Gottes blutiger Himmel

Fawwaz Haddad
Aufbau (2013)

352 S.
fest geb.

MedienNr.: 574504
ISBN 978-3-351-03522-8
9783351035228
ca. 22,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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