Todesregeln
Jana findet sich plötzlich in einem Schulbus auf dem Weg zu einer unbekannten Schule. Sie erfährt, dass sie tot ist, "das Leben" aber zwischen Wohnheim und Schule mit veränderten Regeln weitergeht. Im Reich der Toten gibt es verschiedene "Arten",
je nachdem, wie man zu Tode gekommen ist. Jana fühlt sich zu Mars hingezogen, kann er doch Verbindung zur normalen Welt herstellen und sie so mit Michael, ihrer großen Liebe, Kontakt aufnehmen. Sie will ihn so schnell wie möglich umbringen, um wieder mit ihm zusammen sein zu können(!). Aber als sie feststellt, dass Michael an dem Mord an ihr beteiligt war, wird alles anders. - Reichlich unausgegoren und an den Haaren herbeigezogen sind Aufbau und Ausgestaltung der Parallelwelt der Toten. Es gibt keinen schlüssigen Rahmen wie Motive, Ziele etc. dieser Welt. Die Liebe, die in unterschiedlichen Variationen beschworen wird, kann bei keinem Beteiligten sonderlich groß sein und das häufig zitierte Romeo-und-Julia-Motiv wird einfach falsch benutzt. - Die Mängelliste ließe sich weiter fortsetzten, deshalb nur in Büchereien, die Negativ-Beispiele anbieten wollen. (Übers.:Gabriele Haefs)
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Todesregeln
Randy Russell
Aufbau (2012)
255 S. : Ill.
fest geb.