Zuschauen und winken
Die Professorin hat sie ausgewählt, ihr bei einem Sammelband über das Moor zu assistieren. Also führt sie ein Forschertagebuch. Sie hält Momente ihres Lebens fest: kleine Momente, nachdenkliche Momente, inspirierende Momente. Dazu kommt die Krankheit
ihres Mannes Milo. Eine Krankheit mit vielen Symptomen ohne Diagnose. Schwer, der Umgang damit, doch sie finden einen Weg miteinander. Viele Puzzleteile fügen sich zu einem Kaleidoskop des Lebens, das nicht kontrollierbar ist. – Ein Buch, das langsam gelesen werden muss. Dann ist es möglich, nicht nur die Worte der Ich-Erzählerin aufzunehmen, sondern auch, sich selbst darin zu finden. Mercedes Lauensteins Werke wurden bereits mit Preisen ausgezeichnet. Auch dieses Buch wurde schon viel gelobt – zu Recht.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Zuschauen und winken
Mercedes Lauenstein
Blumenbar (2025)
191 Seiten
fest geb.