Der Fluch der Falodun Frauen
Einst wurden die Frauen der nigerianischen Yoruba-Familie Falodun verflucht. Keine von ihnen sollte Glück in der Liebe finden. Jede geht anders mit diesem Fluch um, aber immer erfüllt er sich. Bis hin zu Monife, die schließlich aus enttäuschter
Liebe ins Meer geht. Doch am Tag ihrer Beerdigung bringt ihre Cousine ein kleines Mädchen zur Welt, Eniiyi. Doch Eniiyi scheint Monife in fast allem zu gleichen. So trägt sie nicht nur die Last des Fluches, sondern auch die der angeblichen Wiedergeburt ihrer Tante. Bis sie sich selbst verliebt, schließlich aufbegehrt, das Rätsel um Monifes Tod löst und ihren eigenen Weg zu suchen beginnt. – Autorin Oyinkan Braithwaite erzählt die Geschichte mehrerer Generationen auf eine erfrischend direkte Weise und aus drei verschiedenen Perspektiven. Immer wieder stellt sich die Frage, wie viel der Fluch bewirkt, wie viele Fehler aus dem Wissen um ihn resultieren. So wird der Fluch zu einer Art selbstgemachtem Schicksal, aus dem Eniiyi sich schließlich befreien kann. – Eine beeindruckende Mischung aus altem Glauben und Fortschritt, aus Tradition und Moderne. Gerne empfohlen!
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Fluch der Falodun Frauen
Oyinkan Braithwaite ; aus dem Englischen von Yasemin Dinçer
Blumenbar (2025)
432 Seiten
fest geb.