Schiffbruch und Glücksfall
Wegen seines leichtsinnigen Verhaltens beim Surfen trennt sich Kelda von ihrem langjährigen Freund, dem Sportstudenten Matt, während eines Bretagne-Urlaubs. Bei ihrer ersten Nacht in einem Ferienhaus kracht die Decke durch und Kelda muss eine Nacht
in einem Kellerraum neben einem Skelett verbringen. Dann zieht sie in die Crêperie ihrer Freundin, bei der eine Katze für allerhand Wirbel und Scherben sorgt. Oder steckt dahinter das Fabelwesen Korrigane? Der herbeigerufene Architekt entpuppt sich als Keldas Jugendfreund Simon, der hier nach den Spuren seiner Familie sucht. Letztlich entwirren sich die Fäden: Der Tote war der zweite Ehemann von Simons Großmutter. - Die Autorin verbindet eine zarte Liebesgeschichte mit breiten Schilderungen der Landschaft und der Menschen. Auch die jüngere Geschichte mit deutscher Besatzung und Résistance spielt eine Rolle. Die Dinge gehen an der Côte de Naufrages einen ruhigen Gang, umso krasser sticht das laute und grobe Verhalten Matts und seiner Freunde hervor. Eine nette Lektüre nicht nur für Frankreich-Fans.
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Schiffbruch und Glücksfall
Andrea Schacht
Rütten & Loening (2012)
190 S.
fest geb.