Die Wünsche meiner Schwestern
Als ihre Tante stirbt, sollen laut deren Testament die drei Schwestern Aubrey, Bitty und Meggie nun unter sich ausmachen, ob sie die Familientradition weiterführen oder die Strickerei verkaufen wollen. Für ihre Schwestern kommt nur Letzteres in Frage,
denn dass man tatsächlich mit Strickereien Wünsche erfüllen könnte, wie es seit Generationen den Van-Ripper-Frauen nachgesagt wird, halten sie für ausgemachten Blödsinn. Doch Aubrey glaubt fest daran und will die Strickerei nicht aufgeben, auch wenn das für sie bedeutet, sich gegen den Bau einer Einkaufsmall und den Mann ihres Lebens zu stellen. - Liebevoll und warmherzig sowie ganz schön schrullig stellt Lisa van Allen die ungewöhnliche Protagonistin vor. Einfühlsam schildert sie die Gewissensbisse und Bedenken der schüchternen Frau, die sich im Verlauf der Geschichte immer mehr zur selbstbewussten Strickereibesitzerin wandelt. Dies verwebt die Autorin geschickt mit der Liebesgeschichte um Vic und den Problemen und Sorgen von Aubreys Schwestern und dem Kampf einer Ortschaft gegen Profitgier. Wer Stricken langweilig findet, wird mit diesem Buch seine Meinung ändern. (Übers.: Yasemin Dincer)
Sonja Schmid
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Wünsche meiner Schwestern
Lisa Van Allen
Rütten & Loening (2013)
444 S.
kt.