Die Melodie der Lagune
Venedig, 1696. In einer Wandnische des Waisenhauses „Ospedale della Pietà“ wird ein neugeborenes Mädchen gefunden. Sie wächst dort unter dem Namen Anna Maria della Pieta auf und wird musikalisch gefördert. Früh begeistert sie sich fürs Geigenspiel.
In der Musik sieht sie einen Wirbel aus Farben. Antonio Vivaldi wird ihr Lehrer und verhilft ihr auch zu einer eigenen Geige. Anna Maria ist ehrgeizig, die Musik ist für sie wichtiger als alles andere, auch als ihre Freundinnen. Schließlich wird sie aufgenommen in das Orchester der figlie und beginnt ebenfalls zu komponieren. – Ein spannender historischer Stoff für einen Roman, sehr stimmig umgesetzt. Die leicht poetische Sprache macht die Musik lebendig. Große Momente und abgründige Tiefen werden treffend eingefangen. Für Liebhaber klassischer Musik ebenso empfehlenswert wie für solche, die gediegene historische Romane lieben.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Melodie der Lagune
Harriet Constable ; aus dem Englischen von Edith Beleites
HarperCollins (2025)
382 Seiten
fest geb.