Der Butterberg
Jan Rose, 32 Jahre alt, wird von seinem Hausarzt in eine Klinik für Adipositas (von Mitbewohnern liebevoll „Butterberg“ genannt, weil es dort so viel Fett gibt) überwiesen. Hier soll er sein massives Übergewicht (147 kg) reduzieren. In diesen
sechs Wochen erlebt er mit 30 anderen Höhen und Tiefen, Rückschläge, Glück und Verzweiflung. Je näher der Abschied rückt, desto mehr empfindet er Fürsorge und Schutz in der Gruppe („Ihr seid meine Familie“). Es sind nur sechs Wochen, aber für ihn fühlen sie sich wie sechs Jahre an. Wie wird es wohl draußen weitergehen? – Der Werbetexter und Journalist Sven Weiss hat für seinen Debütroman seine eigenen Erfahrungen in einer psychosomatischen Klinik eingebracht. Sein Blick auf das Thema ist mit viel Witz geschrieben, gleichzeitig verarbeitet er aber auch die Vorurteile und Diskriminierungen, denen Menschen mit Adipositas ausgesetzt sind und kann vielleicht ebenso Betroffenen, auch Jugendlichen, etwas Unterstützung und Hilfestellung geben.
Berthold Schäffner
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Butterberg
Sven Weiss
HarperCollins (2025)
223 Seiten
fest geb.