Die Popkörner - ein Stern für Lou
Als Lou mit ihrer Familie nach fünf Jahren nach Hamburg zurückkommt, wird sie von ihrer Cousine Motte nicht so freudig empfangen, wie Lou es sich vorgestellt hatte. Als Vermittlerin im "Zickenkrieg" tritt die Großmutter der beiden auf. Sie hat Stil,
war früher Französischlehrerin und ist stets elegant gekleidet. Mit diplomatischem Geschick gibt sie immer im rechten Augenblick einen Fingerzeig, ohne plakativ zu ermahnen. Das Eis zwischen den Mädchen beginnt zu tauen, als die Musiklehrerin für eine Songwriter-Werkstatt praktisch-kreative Aufgaben stellt und Lou den alten Bandkoffer mit der legendären Gitarre ihrer Mutter findet. Fortan kämpfen die Cousinen gemeinsam dafür, als Schulband angenommen zu werden. Am Ende hat die Band sogar vier Mitglieder, denn die Konkurrentinnen Billie und Rosa stoßen dazu. - Stefanie Taschinski debütierte als Kinderbuchautorin mit den Abenteuern der "kleinen Dame". Ansonsten verfasste sie Drehbücher, u.a. für die ZDF-Serie "Unser Charlie". In ihrem neuen Buch nervt das viele Gezicke unter den Schülerinnen etwas, aber das ist wohl alterstypisch authentisch. Man erwartet dennoch gerne, was nach diesem Auftakt noch an Bandabenteuern kommen mag. Für alle Büchereien geeignet.
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Popkörner - ein Stern für Lou
Stefanie Taschinski
Arena (2012)
230 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11