Online fühle ich mich frei

Julia lebt bei ihren Adoptiveltern. Mit 14 entdeckt sie das Internet und wird zur exzessiven Nutzerin. Soziale Netzwerke und Online-Spiele ersetzen zeitlich und emotional immer mehr die Wirklichkeit. Von den Eltern erfährt sie wenig Verständnis für Online fühle ich mich frei ihre (Berufs)Wünsche und ihre Art zu leben. Sie betreibt Kampfsport, ist eine Größe in der Türsteherszene, will Personenschützerin werden, bis ein selbst verschuldeter Unfall sie ausbremst und sie in der Reha ihr Leben neu sortieren muss. - Die junge Frau erzählt, was für immer mehr Menschen Realität ist: Nur wenn man online ist, existiert man. Ohne Verbindung ins Netz ist man vom Leben abgeschnitten. Dazu kommen die emotionalen Belastungen bei der Auseinandersetzung mit der Tatsache, adoptiert zu sein. Ohne feste Struktur, eher assoziativ schildert die Autorin Geschehnisse aus ihrem Leben und Reflexionen ihrer Gefühle und Verhaltensweisen. Ihr Fazit zeigt, dass die Online-Abhängigkeit wie jede Sucht die Gefahr eines Rückfalls birgt und viel Aufmerksamkeit und ein liebevolles Umfeld nötig sind, um das Leben in der Wirklichkeit festmachen zu können. - Für problembewusste Leserinnen, ab mittleren Beständen.

Astrid Frey

Astrid Frey

rezensiert für den Borromäusverein.

Online fühle ich mich frei

Online fühle ich mich frei

Julia Kristin. In Zsarb. mit Daniel Oliver Bachmann
Arena (2012)

Mein Leben
128 S.
kt.

MedienNr.: 366204
ISBN 978-3-401-06724-7
9783401067247
ca. 7,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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