Piper und das Rätsel der letzten Uhr
Kaum im kleinen Dorf Buckbridge angekommen, beginnt die elfjährige Piper sich auch schon zu langweilen, dabei soll sie während des gesamten Urlaubs ihrer Eltern in dem verschlafenen Dorf ohne Internet und Freundinnen bei ihrem Onkel bleiben. Mit
einem Buch aus der Bücherei des Ortes richtet sie sich eine Leseecke in einem alten Schrankkoffer ein, doch als der Deckel kurz zu- und wieder aufklappt, befindet sie sich an einem wunderlichen Ort, in einem schwarzweißen Wald mit sprechenden Tieren, dem Septemberland. Noch ist die Rückkehr nach Buckbridge durch den Koffer einfach, bei ihrem zweiten Besuch aber wird dieser von dem gefürchteten Rastlosen gestohlen. Piper soll drei schwierige Aufgaben lösen, um den Schrankkoffer wiederzuerhalten, doch trotz ihres Mutes und ihres Einfallsreichtums muss sie schließlich feststellen, dass der Rastlose sie getäuscht hat. Er will Piper im Septemberland festhalten, um sich von ihrer Vorstellungskraft zu ernähren; gerade diese Vorstellungskraft jedoch kann Piper letztendlich als Einziges retten. - Pipers fiktive Welt, in die sie die typische Langeweile eines Kindes führt, verarbeitet geschickt ihre Erlebnisse, Eindrücke und Ängste der realen Welt, ohne jedoch ihren geheimnisvollen Charakter zu verlieren. Die kindliche Vorstellungskraft, die es zu erhalten gilt, bildet die Basis des Kinderbuchs. Zu empfehlen.
Marlene Knörr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Piper und das Rätsel der letzten Uhr
Christoph Marzi. Mit Ill. von Kristina Andres
Arena (2013)
190 S. : zahlr. Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10