Einmal bis ans Ende der Welt
Was treibt Menschen an, sich in unbekannte Weiten, in eisige Höhen und dunkelste Tiefen zu begeben, unmenschliche Strapazen auf sich zu nehmen, an die Grenzen ihrer Existenz zu gehen? Ehrgeiz, Abenteuerlust, Wissbegier, Ruhm, Reichtum? Günther Wessel
stellt in diesem unterhaltsam, fesselnd und lebendig erzählten sowie ansprechend gestalteten Buch wichtige Entdecker vor, die er fünf Themenbereichen zuordnet: Frühe Entdecker - Händler, Wagemutige und Pilger (u.a. Leif Eriksson), Die Suche nach den Gewürzen (z.B. Vasco da Gama), Die Eroberung Amerikas (u.a. Hermán Cortés), Durch Afrika (z.B. David Livingstone), Ins ewige Eis, hoch hinauf und tief hinab (u.a. Jacques Piccard). In den einzelnen Porträts erzählt der Autor jeweils eine bezeichnende fiktive Geschichte und nennt anschließend die wichtigsten Daten zur Person und Entdeckungsgeschichte, die er durch Karten bzw. Illustrationen und eine Zeittafel veranschaulicht. Besonders hervorzuheben ist, dass Wessel die Akteure und ihre Unternehmungen zwar faszinierend, aber ungeschönt sowie ohne Pathos darstellt und die historischen Ereignisse kritisch - aus der Sicht der Entdecker und Einheimischen - hinterfragt. Sehr zu empfehlen!
Inge Hagen
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Einmal bis ans Ende der Welt
Günther Wessel
Arena (2016)
Arena Bibliothek des Wissens
223 S. : zahlr. Ill., Kt.
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11