Der Attentäter von Brooklyn
Omar Yussuf ist Direktor einer UN-Schule in einem palästinensischen Flüchtlingslager. Eine UN-Tagung in New York bietet ihm die Möglichkeit, seinen Sohn Ala zu besuchen, der in Brooklyn wohnt. In dessen Wohnung entdeckt Omar Jussuf einen geköpften
Mann. Es ist, wie sich herausstellt, Raschid, ein Freund Alas. Zusammen mit dem arabisch-stämmigen Polizisten Hamsa Abajat macht sich Omar Jussuf daran, die Hintergründe des Mordes aufzudecken. Die beiden stoßen auf eine Gruppe von Attentätern, die ihre Pläne mit Geld aus dem Drogenhandel finanzieren. Rees gelingt es, sich im Rahmen einer klassischen Krimihandlung mit der Gewalt und dem politischen Fanatismus palästinensischer Gruppen auseinanderzusetzen, ohne dabei das Nahost-Problem selbst zu ideologisieren. Die Figuren sind entsprechend dem Genre schlicht, aber treffend gezeichnet und sind in ihren charakteristischen Eigenschaften und Emotionen stark auf die Handlung ausgerichtet. (Übers.: Klaus Modick)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Attentäter von Brooklyn
Matt Beynon Rees
Beck (2011)
287 S.
fest geb.