Never say anything
Sophie Schelling reist nach Marokko, um einen Reisebericht über einen Mann zu schreiben, der dabei ist, eine "Himmelstreppe" zu bauen. Gemeinsam mit Hassan Maliki, Chefredakteur und Herausgeber des Magazins "Outland", macht sie sich auf den Weg nach
Gourrama, obwohl sie Warnungen erreichen, dass sich Al-Qaida-Kämpfer in der Gegend aufhalten. Vor Ort geraten sie in einen heftigen Angriff, doch nicht von Al-Qaida, sondern Drohnen und US-Spezialeinsatzkräfte verursachen ein wahres Massaker. Während Sophie gerettet wird und auf geheimnisvollen Wegen zurück nach Berlin kommt, haben die Medien längst einen Schuldigen für das Massaker präsentiert - und es sind nicht die Amerikaner! Sophie steckt in der Zwickmühle: Welchen Preis ist sie bereit, für die Wahrheit zu zahlen? - Der Roman lässt sich flott lesen und das gewählte Thema lässt an Brisanz nichts zu wünschen übrig. Leider sind manche Dialoge zu holprig und die Charaktere nicht ausgefeilt genug, um einem spannenden Thriller gerecht zu werden. Er liest sich in manchen Passagen eher wie ein Sachbuch.
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Never say anything
Michael Lüders
Beck (2016)
367 S.
kt.