Dennoch sprechen wir miteinander
Die Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hat weltweit bei Befürwortern der Demokratie zu Entsetzen geführt: Wie kaum ein anderer führender Politiker der Gegenwart zeigt dieser gefährliche autokratische Züge. Doch immer mehr finden Politiker
Zuspruch, die mit demagogischen Machenschaften ihre Macht etablieren und festigen wollen. Sind faschistische Ideen in der Welt nach Jahrzehnten wieder im Vormarsch? Das erlebte der renommierte Journalist Stephan Lamby am eigenen Leibe, denn sein US-amerikanischer Cousin ist ein glühender Anhänger Trumps. In seinem Buch begibt sich Lamby auf Spurensuche: In den USA verfolgt er den erneuten Aufstieg Trumps, in Argentinien die Politik des neuen Präsidenten Milei, der nichts weniger vorhat als die bestehenden staatlichen Strukturen zu zerschlagen. In Italien erlebt er, wie der Faschismus neuen Zulauf bekommt. Und in Deutschland versucht er herauszufinden, warum die AfD zu einer neuen politischen Größe wird. – Seine investigative Dokumentation liest sich ebenso spannend wie eindrücklich.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Dennoch sprechen wir miteinander
Stephan Lamby
C.H.Beck (2025)
247 Seiten
fest geb.