Woran glaube ich?
Jugendliche werden in diesem Buch zu ihrem Glauben, ihrer Glaubenspraxis und ihren Zweifeln befragt. Mehr oder weniger berühmte Erwachsene (Schriftsteller, Journalisten, Regisseure, Seelsorger, Fußballer) erzählen, welcher Glaube sie trägt, woran
sie zweifeln oder warum sie den Glauben an Gott ablehnen. Jugendliche und Erwachsene kommen abwechselnd zu Wort. Darunter sind Männer und Frauen, Christen, Juden, Muslime und Buddhisten. Alle Texte sind authentisch und viele berühren durch ihre Schilderung. V.a. bei den Jugendlichen, von denen viele freikirchlichen Gemeinschaften angehören, bestechen der Eifer und die Ernsthaftigkeit ihres Zeugnisses. Die Illustration ist sehr stimmig. Herrscht im kath. Raum eher eine zurückhaltende Praxis bezüglich eines persönlichen Glaubenszeugnisses, findet sich hier eine Fülle davon. Jeder einzelne Beitrag fordert dazu heraus, sich mit seiner Aussage auseinanderzusetzen und einen eigenen Standpunkt zu formulieren. - Der Hausgeber Martin Dreyer ist Gründer der evangelisch-freikirchlichen Jugendbewegung "Jesus Freaks". Die plakative Religiosität, die diese Bewegung und viele Texte dieses Buches auszeichnet, dürfte vielen Katholiken fremd sein. Dennoch bietet es an- und aufregende Lektüre. Zum Blättern und Immer-wieder-Lesen für Jugendliche genauso geeignet wie für Erwachsene.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Woran glaube ich?
hrsg. von Martin Dreyer
Beltz & Gelberg (2012)
235 S. : Ill. (farb.)
fest geb.