Die größte Zahl der Welt? - Googolplex
Die fünfjährige Tale entdeckt die Zahlen für sich: ihr Alter, die Anzahl ihrer Familienmitglieder, die Reisezeit zum Ferienhaus, die Telefonmasten auf dem Weg dorthin – all das kann in Zahlen ausgedrückt werden. Aber Tale ahnt, dass es damit
nicht getan ist. Angespornt vom Vater, einem Mathematiker, versucht Tale, sich eine Zahl vorzustellen, die jenseits des Vorstellbaren liegt: Googolplex. Dies ist die größte benannte Zahl und ihr noch eine eins hinzuzufügen bedeutet, den unermesslichen Zahlenraum noch zu erweitern. – Man verliert leicht den Boden unter den Füßen, wenn man sich mit diesen Unendlichkeiten beschäftigt. Und dieses Kinderbuch lockt seine Leser:innen und Betrachter:innen genau in diesen Bereich des Imaginären und gibt ihnen gleichzeitig einen festen Halt im Alltäglichen. Die Familie, die Autofahrt und der sternenvolle Himmel über der Schneelandschaft werden in sehr klaren, geometrischen Formen auf die Seiten platziert. Das überbreite Buchformat befördert die Vorstellung riesiger Distanzen. Hier werden Werte aneinandergereiht, die das Aufsummieren zur Anschauung bringen. Ganz gleich, ob sich Kinder für Zahlen und das Rechnen interessieren oder nicht, die mathematischen Superlative entfalten eine Magie, die buchstäblich den Horizont erweitern und zum Staunen bringen kann!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Die größte Zahl der Welt? - Googolplex
Magnus Holm ; Illustrationen: Rune Markhus ; Übersetzung: Matthea Dörrich
Beltz & Gelberg (2024)
[44] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6