Undurchschaubar

Noa (16/17) musste für die Abiturklasse die Schule wechseln. Noch ehe sie zum ersten Mal auf ihre Klasse trifft, begegnet sie auf der Toilette einem Mädchen, das offensichtlich traurig über irgendetwas ist und zusätzlich von heftigem Nasenbluten Undurchschaubar überrascht wird. Noa hilft ihr und fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Als sich dann wenig später herausstellt, dass Olivia auch in Noas neuer Klasse ist, hofft Noa auf eine Freundschaft mit ihr, denn sie erinnert sie an ihre beste und einzige Freundin Lilli. Da sie keinen Kontakt mehr zu der hat, klammert sie sich nun krankhaft an den Gedanken, Olivia näher kennenzulernen. Schnell kommt sie auf die Idee, sie via Spyware auf dem Handy zu überwachen bzw. auszuspionieren und mit dem entsprechenden Wissen zu manipulieren. Egal wo, wie, was Olivia nun postet oder wem sie wann was im Chat mitteilt, Noa weiß darüber Bescheid. Aber allzu lange währt ihr vermeintliches Freundschaftsglück mit Olivia nicht, denn da ist jemand, der nicht nur dieses Geheimnis kennt… – Dass die Sache mit einem Notarzteinsatz endet, ist von Anfang an klar. Oppermann offenbart im ersten Kapitel sogleich, dass Noa blutend irgendwo liegt, um dann ihre Geschichte im Rückblick zu erzählen. Trotzdem schafft sie es, die Spannung zu halten und überzeugt mit entsprechenden Plotüberraschungen. Gruppenstrukturen werden deutlich, aber irgendwie scheinen alle Figuren mit kleineren oder größeren Problemen zu kämpfen zu haben, ohne dass diese näher thematisiert werden. (Spoiler: Achtung Selbstmordthematik). Für große Bestände.

Anna Winkler-Benders

Anna Winkler-Benders

rezensiert für den Borromäusverein.

Undurchschaubar

Undurchschaubar

Swantje Oppermann
Beltz & Gelberg (2024)

215 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 619019
ISBN 978-3-407-75900-9
9783407759009
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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