Alles, was ich sage, ist wahr
Alicia hat keinen Bock mehr auf Schule, sie will lieber Großtaten vollbringen (was das sein könnte, bleibt sie aber sich und den Leserinnen schuldig). So marschiert sie in ein Café und wird auch gleich angestellt. Weil der Stress mit den Eltern
zu groß ist, quartiert sie sich bei ihrer Oma ein, mit der sie sich wunderbar versteht. Eines Tages kommt Isak ins Café und sie setzt alles daran, an ihn heranzukommen (einschließlich Sex im der Putzkammer). Aber dann hat die Oma einen Unfall, an dessen Folgen sie stirbt und alles wird anders. Die Trauer überwältigt Alicia, aber mit Hilfe ihrer besten Freundin und der Eltern kann sie sich ihr stellen, das Verhältnis zu Isak klären und sich auf den Weg machen, ihre Zukunft zu gestalten. - Die Hauptfigur zieht ihre Entscheidungen durch ohne Rücksicht auf alle anderen. Die Ich-Erzählerin schildert ihr Leben ebenso krass, wie die Ereignisse sind: mal triefend vor Ironie, mal voller Selbstmitleid, mal kindisch, mal reif. Auch wenn die meisten Personen im Laufe der Erzählung an Profil gewinnen, entwickelt sich die Protagonistin am ausgeprägtesten. - Ein starkes Stück Jugendliteratur, für Büchereien mit kritischem Publikum sehr gut geeignet. (Übers.: Maike Dörries)
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Alles, was ich sage, ist wahr
Lisa Bjärbo
Beltz & Gelberg (2014)
252 S.
kt.