Die Zukunft in meiner Hand
Auf Jonas Handy ploppt die App „Go Future“ auf und er lädt sie herunter. Sein Freund Bäm ist davon hellauf begeistert und er richtet einen Livestream „Triff den Zukunfts-Zauberer“ ein. Mithilfe der App kann Jonas tatsächlich Antworten auf
Fragen seiner Klassenkameraden liefern. Die App sagt voraus, dass der eher mäßige Fußballer Jonas im nächsten Spiel ein Tor schießen wird. Sie stellt Jonas aber als Gegenleistung für die Wahrsagungen vor Aufgaben, die er erledigen muss, z. B. seine einsame Oma zu besuchen. Am allerliebsten möchte Jonas die App dafür nutzen, bei seiner heimlichen Angebeteten zu punkten. – Die Protagonist/-innen dieser Geschichte profitieren von der digitalen Welt, ohne den analogen Austausch mit einander zu vernachlässigen. Auch wenn viele Themen wie schulische Leistungen, Fußball, Familie oder erste Liebe thematisiert werden, ist die Geschichte nicht überlastet. Dank einfacher, kurzer Sätze, schmaler Spalten und Auflockerungen durch witzige Schwarz-Weiß-Illustrationen können auch weniger geübte Leser/-innen diese mitreißende Geschichte gut bewältigen. Da der Autor als Regisseur von Fernsehsendungen für Kinder tätig ist, wundert es nicht, dass sein Debüt nah an der Lebenswirklichkeit der Kinder liegt und er den richtigen Ton trifft. Ab 10 Jahren sehr empfehlenswert.
Maria Holgersson
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Zukunft in meiner Hand
Andreas Z. Simon ; mit Bildern von Timo Grubing
Gulliver von Beltz & Gelberg (2023)
106 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10