Brennender Durst
Karandas Leben ist geprägt von Verlusten - als Kind wurde sie von ihrer drogensüchtigen Mutter verlassen, verschiedene Pflegestellen scheiterten an ihrem ungebührlichen Verhalten. Den Unfall auf dem Weg zur nächsten Pflegestelle nutzt sie, um durch
Flucht eine Fortsetzung bekannter Muster zu vermeiden. Und doch setzt sie selbst das bis dahin gelernte Muster aus Frust und Wut fort, als sie der achtjährige Solomon begleitet, auch auf dem Weg zur nächsten Pflegestelle. Vergeblich versucht sie ihn abzuschütteln und wird von ihm wegen seiner Kenntnisse zum Überleben in der Wüste abhängig. Immer neue Rückschläge, sowohl beim Überlebenskampf als auf der persönlichen Ebene, bringen beide in Lebensgefahr. Als sie am Ende lernen, sich ihren eigenen Problemen zu stellen und Schwierigkeiten nicht mit Frust und Wut zu begegnen, gelingt ihre Rettung - zunächst die physische, mit der Möglichkeit, auch die seelischen Wunden zu heilen. - Das Buch vereint innere und äußere Spannung zu einem empfehlenswerten Buch nicht nur für junge Leser. (Übers.: Friederike Levin)
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Brennender Durst
Lizzie Wilcock
Beltz & Gelberg (2017)
252 S.
kt.