Was für ein Zirkus, Schlawine!
Schlawine mit ihren riesengroßen Schuhen schlappt durch die Straßen auf dem Weg zum Zirkus. Als erstes trifft sie eine grillende Familie. Sie rettet die gestressten Eltern und quengelnden Kinder, indem sie sie mit verrückten Ideen zum Lachen bringt.
Genauso ergeht es einem Bäcker und seinen Kunden, einem Straßengeiger und einem Schaufensterdekorateur. Selbst die Hunde auf einem Übungsplatz und ihre zuvor schimpfenden und kommandierenden Herrchen lassen sich von ihrem Übermut anstecken und vollbringen die tollsten Kunststücke. Zum Schluss treffen sich alle neuen Freunde von Schlawine im Zirkus und geben eine eigene Vorstellung. - Obwohl thematisch die Geschichte bereits Erstleser anspricht, entspricht ein einzelnes Kapitel fast der Textmenge eines Anfängerbuches; es gibt etliche Doppelseiten hintereinander ohne auflockernde Bilder. Vor allem die Serifen-Schrift in Blocksatz überfordert Leseanfänger. Reizvoll sind die vielen Wortfelder, die Vorgänge in allen Nuancen wiedergeben. Die ganzseitigen Bilder sind zart und zauberhaft gemalt. Das Buch eignet sich deshalb für Kinder bis zur dritten Klasse als Vorlesebuch oder zum abschnittsweisen Gemeinsamlesen.
Tamar Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Was für ein Zirkus, Schlawine!
Gudrun Mebs. Mit Zeichn. von Daniela Bunge
Sauerländer (2012)
61 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8