Verdammt wenig Leben
In der Gläsernen Stadt bleibt nichts der Öffentlichkeit verborgen. Allgegenwärtige Kameras sorgen dafür, dass selbst intimste Momente den Zuschauern zur Verfügung gestellt werden. Und die Menschen beschäftigen sich damit, ihr Leben als möglichst
erfolgreiche Serie zu vermarkten. Jason gehört zu den ganz Erfolgreichen. Die Entscheidungen über sein Leben treffen Drehbuchautoren und Produzenten; er muss alles nur überzeugend darstellen. Dann bekommt er merkwürdige Drehbücher, die mit Mord an den Darstellern enden. Und er beginnt eigene Entscheidungen zum Verhindern der Morde zu treffen und sich aus den Fesseln seines eigenen Lebens-Drehbuchs zu lösen. - Da in diesem Buch eindrucksvoll die Tendenz der aktuellen Gesellschaft fortgeführt wird, eher das eigene Profil bei Facebook u.a. zu gestalten als das echte Leben, ist die Lektüre für Jugendliche sehr empfehlenswert. (Übers.: Ilse Layer)
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Verdammt wenig Leben
Ana Alonso ; Javier Pelegrin. Mit Ill. von Pere Ginard
Boje (2012)
285 S. : zahlr. Ill.
fest geb.