Das Vermächtnis des Will Wolfkin
Der 14-jährige Toby ist seit seiner Geburt gelähmt und wächst in der Obhut von Schwester Mary in einem Londoner Kloster auf. Obwohl es keine Aussicht auf Heilung gibt, träumt er stets davon, eines Tages laufen zu können. In einer Vollmondnacht
ereilt Toby dann das Wunder in Form seines Katers Shipley, der plötzlich in Menschengestalt vor ihm steht und ihm eröffnet, dass er zur Rettung des Volkes der Fel auserkoren ist. Gemeinsam reisen sie ins ewige Eis Islands, wo sich das uralte magische Volk verborgen hält. Toby soll ein Nachfahre des einstigen Herrschers Will Wolfkin sein und auch dessen gestaltwandlerische Fähigkeiten geerbt haben. Gemeinsam mit dem sudanesischen Mädchen Emma, ebenfalls eine Nachfahrin des Königs, soll er im Nachfolgestreit gegen Helva Gullkin antreten, der die Herrschaft an sich reißen will. Ein spannender Kampf um den Thron entbrennt, in dem die Jugendlichen nur auf sich selbst vertrauen können. - Ein fantastisches Abenteuer mit spannenden Kämpfen und liebevoll gestalteten Charakteren. Besonders die Figur des Katers Shipley bringt viel Witz in die Geschichte. Aber auch die Form der Magie in diesem Buch bietet Abwechslung zur gängigen Literatur auf dem Markt, da sie sich, wie in Island üblich, aus der Kraft der Natur ergibt. Eine wirklich zauberhafte Geschichte. (Übers.: Ulli und Herbert Günther)
Stefanie Simon
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Vermächtnis des Will Wolfkin
Steven Knight
Boje (2011)
349 S.
fest geb.