Goldfieber

Es beginnt für den 16-jährigen Orteguilla wie ein großes Abenteuer, als er als Page Hernan Cortés 1519 auf dessen Expedition in die Neue Welt begleiten darf. Die Gier der Männer nach Gold scheint unersättlich und die Geschichten von den sagenhaften Goldfieber Goldschätzen der Azteken beflügeln ihren Eroberungswillen. Doch Orto begreift sehr schnell, dass die Indianer Mexikos alles andere als heidnische Wilde sind, er ist fasziniert von ihrem Kunstsinn, ihrer Architektur, ihren Bräuchen. Und fühlt sich hingezogen zu Carlita, einem adeligen Aztekenmädchen, das ihn einführt in die Welt bei Hofe und in die Welt der Liebe. Umso schwerer fällt es Orto, seinen Herrn Cortés bei der Zerstörung dieser faszinierenden Kultur zu unterstützen. - Es gibt sie noch, die prallen, historischen Abenteuerromane, die ihren Lesern schlaflose Nächte bescheren und sie tief hinein tauchen lässt in eine fremde, vergangene Zeit. Gößling, der die Geschichte der Indianer Mexikos genauestens kennt, erzählt detailfreudig und versiert aus der Sicht Ortos, zeigt dessen innere Zerrissenheit zwischen Hingabe und Treue auf. Zudem nimmt er sich Zeit, seine Erzählung zu entwickeln, ohne auf vordergründige Spannungselemente zu setzen, was sich auf deren Authentizität positiv auswirkt. Für Jugendliche und historisch interessierte Erwachsene ein Gewinn!

Beate Mainka

Beate Mainka

rezensiert für den Borromäusverein.

Goldfieber

Goldfieber

Andreas Gößling
Boje (2011)

447 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 350792
ISBN 978-3-414-82213-0
9783414822130
ca. 16,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
Diesen Titel bei der ekz kaufen.