Wie Balder es schaffte, einen Blitz zu fotografieren, und es fast nicht überlebte
Balder ist der absolute Außenseiter seiner Klasse und hat sich mit dieser Rolle längst abgefunden. Er geht eigene Wege und gaukelt seinen Eltern eine heile Welt vor. Niemand versteht seine Wahrnehmung der Welt. Selbst als es ihm gelingt, für ein
Projekt in der Schule tatsächlich einen Blitz zu fotografieren, kann er damit nicht punkten. Seine Einsamkeit scheint ausweglos. - Die Lektüre dieses Buches ist so deprimierend, dass selbst das leicht hoffnungsvolle Ende nicht versöhnt. Balder erzählt selber seine traurige Geschichte und zieht den Leser mit hinein in seine zutiefst ausweglose Situation. Er beschreibt akribisch, wie er seine Eltern und Lehrer linkt, um davon abzulenken, wie es wirklich in ihm aussieht. Er bringt sich selber in Situationen, die nur schiefgehen können. Es ist schwer erträglich, Balders Beschreibungen zu folgen, ihm Sympathie abzugewinnen. Was genau Ingvaldsen damit bezweckt, bleibt verborgen. Verzichtbar!
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Wie Balder es schaffte, einen Blitz zu fotografieren, und es fast nicht überlebte
Bjørn Ingvaldsen
Boje (2013)
139 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 12