Die Deutschen im Osten Europas

Die Beiträge verschiedener Autoren werfen einen kritischen Blick auf die Geschichte der Deutschen im Osten Europas. Bereits der Untertitel "Eroberer, Siedler, Vertriebene" gibt den Rahmen vor, in dem sich das Zusammenleben der Völker abspielte. Trotz Die Deutschen im Osten Europas der subjektiven Sichtweise der Autoren - teils aufgrund persönlicher Bindung (Familienwurzeln im Osten), teils bedingt durch politische Überzeugungen - bieten die Texte breite Informationen sowie die Chance zur gegenseitigen partnerschaftlichen Akzeptanz. In vier großen Teilen (Siedler im Osten; Fremde, Freunde, Nachbarn; Krieg, Flucht, Vertreibung; Schatten der Vergangenheit) werden die historischen Fakten zwar als Grundlage gesehen, aber nicht chronologisch abgehandelt, sondern politische Kernpunkte, abweichende Positionen, aber auch kulturelle Leistungen werden zeitübergreifend als trennendes und verbindendes Erbe erarbeitet. Doch auch die Erfahrungen der Vertriebenen (Heimatverlust, Ausgrenzung), die oft starre Haltung der Vertriebenenverbände (territoriale Ansprüche, Rückkehrrecht) sowie die Zementierung des Feindbildes "deutsch" in der Zeit des Kalten Krieges und die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erstarkten nationalistischen Strömungen in Osteuropa werden anschaulich beleuchtet. - Für kritische Leser interessant und spannend!

Inge Hagen

Inge Hagen

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Deutschen im Osten Europas

Die Deutschen im Osten Europas

Annette Großbongardt ... (Hg.). Georg Bönisch ...
Dt. Verl.-Anst. [u.a.] (2011)

303 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
fest geb.

MedienNr.: 350735
ISBN 978-3-421-04527-0
9783421045270
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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