Yu-jins Bücherküche der großen Träume
Ju-Yin stellt nach einem Burn-out ihr komplettes Leben um. Vorher hetzte sie als Bankangestellte von einem Termin zum anderen. Bei einem Ausflug kommt ihr die Idee, ein Büchercafe mit angeschlossener Pension zu eröffnen. Mit Herzblut plant, baut
und errichtet sie mit Hilfe von ein paar Freunden die Bücherküche. Es soll ein Ort der Entspannung des Geistes sein. Hier gibt es für jeden Buch-Empfehlungen, Gesprächsangebote und Rückzugsorte. Wir begleiten Yu-Jin und ihre Mitarbeitenden von der Eröffnung der Bücherküche im Frühling durch die Jahreszeiten bis zum Weihnachtsfest im Winter. Im Laufe des Jahres kommen einige Besucher, die in ihrem Leben an einem Scheideweg stehen und nicht so recht wissen, wie es weitergehen soll. In der Bücherküche kommen sie zur Ruhe und die Gespräche und Buchempfehlungen helfen Ihnen, den richtigen Weg für sich selbst zu finden. Es ist Hilfe zur Selbsthilfe. Jedes Kapitel widmet sich einem anderen Besucher, am Ende zu Weihnachten erfährt man, wie sie sich entschieden haben. – Die Autorin hat hier eine absolute Wohlfühlatmosphäre erschaffen und gibt auch dem Lesenden einige Denkanstöße. Die Bücherküche würde jeder Lesende sofort gerne besuchen. Man riecht förmlich den Duft der Pflaumenblüten des im Mittelpunkt stehenden Pflaumenbaumes beim Lesen. – Für alle Büchereien sehr zu empfehlen.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Yu-jins Bücherküche der großen Träume
Jee-Hye Kim ; aus dem Koreanischen von Tamina Hauser
dtv (2025)
302 Seiten
kt.