Die Ameisenkolonie

Sam reißt von zu Hause aus und flüchtet (wovor bleibt lange unklar) in die Großstadt. In der Anonymität eines heruntergekommenen Mietshauses findet er Zuflucht. Hier wohnen noch mehr, die am Rande stehen: z.B. die alte Isabel, die gerne alles kontrolliert, Die Ameisenkolonie Steve mit der Reptilienhaut und Cherry mit Bo, die zehn ist, aber aussieht wie sechs. Jeder geht seiner eigenen Wege, wie Ameisen wissen sie nichts vom anderen. Als Bo verschwindet, merken sie, wie sie zusammengehören. Bo redet sich ein, dass sich ihre Mutter Cherry gut um sie kümmert, aber der Schein ist kaum aufrecht zu erhalten, denn Alkohol, Drogen und ständig wechselnde "Freunde" sprechen eine andere Sprache. Aber sie macht sich auf den Weg, Sams Familie und den Freund Max von seinem Aufenthaltsort zu benachrichtigen. - Bo und Sam erzählen abwechselnd die Geschichte. Es sind herzzerreißende (aber niemals rührselige) Szenen, die Sehnsucht nach Geborgenheit und Schutz, nach Gemeinschaft und Versöhnung ausdrücken. Denn Sam hat große Schuld auf sich geladen und Bo bricht unter der Last, für sich und die Mutter erwachsen sein zu müssen, fast zusammen. Auch die anderen Hausbewohner haben ihr Päckchen zu tragen. Frei nach dem Motto "Zusammen ist man weniger allein" finden Hausgemeinschaft und Familien den Weg in eine hoffentlich hellere Zukunft. - Großartig! Unbedingt lesenswert in allen Büchereien!

Astrid Frey

Astrid Frey

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Ameisenkolonie

Die Ameisenkolonie

Jenny Valentine
Dt. Taschenbuch-Verl. (2011)

dtv ; 24842 : Reihe Hanser : dtv-premium
214 S.
kt.

MedienNr.: 336221
ISBN 978-3-423-24842-6
9783423248426
ca. 12,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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