Frauen mittleren Alters, die zu viel sitzen
In diesem Buch spielen sich Dora Heldt (geb. 1961) und Anouk Schollähn (geb. 1976) gegenseitig Anekdoten zu. Sie schicken sich kurze Briefe zu Alltagserlebnissen und Beobachtungen, tauschen eigene Erfahrungen aus, fragen sich gegenseitig um Rat und
lästern manchmal ein wenig. Die jeweils andere geht darauf ein, führt es weiter aus und kommt dann zu einem neuen Motiv. Themen wie: Puderzucker im Alltag, die Royals, Fräulein Rottenmeier im ICE-Ruheabteil, Urban Gardening, Klugscheißer, Single-Frauen, geschwätzige Männer, schwierige Yogaposen und vieles mehr machen deutlich, wie humorvoll und amüsant die Betrachtungen dieser beiden Frauen zu all diesen unterschiedlichen Themen möglicherweise sind. Im Klappentext sind die Geschichten als Kolumnen bezeichnet, aber anders als bei herkömmlichen Kolumnen, die man unabhängig voneinander lesen kann, bauen diese Briefwechsel aufeinander auf. Trotzdem ist es kein Buch, welches man in einem Zug durchlesen muss. Immer mal wieder kleine Häppchen genießen, wenn einem der Alltag schwer oder düster erscheint. Bei dieser Lektüre konnte ich oftmals schmunzeln, erzählen die beiden Autorinnen doch mit viel Selbstironie und Humor. Leichte Lesekost und gerne allen Büchereien ans Herz gelegt.
Silvia Eilers
rezensiert für den Borromäusverein.
Frauen mittleren Alters, die zu viel sitzen
Dora Heldt, Anouk Schollähn
dtv (2026)
220 Seiten
fest geb.