Nichts als Liebe
Katie jobbt in den Sommerferien als Gärtnergehilfin auf einem riesigen Anwesen. Seit einer Sturmnacht in den 50er Jahren hat jedoch niemand mehr die geheimnisvolle Besitzerin Miss Martine gesehen. Die Recherche über sie in der Bücherei ist eine
weitere Aufgabe, die sich Katie stellt. Körperlich und geistig lastet sie sich somit aus - das ist ihr Weg, mit der Trauer um die verstorbene Mutter umzugehen. Diese war Zentrum der Familie, eine ganz besondere Person, Halt und Motor gleichzeitig. Und dann wächst da noch die erste Liebe zu Danny heran, einem anderen Ferienjobber. - Die leisen Töne dieses Buches sind umso machtvoller, je mehr sie nur die Ahnung der Gefühle transportieren. Zwei Vergangenheiten (Miss Martines Verschwinden und Katies Familienleben vor dem Tod der Mutter) und die Gegenwart sind die Handlungsebenen, die die Autorin kunstvoll verwebt. Während die Nebenfiguren kaum herausgearbeitet werden, leuchten die Hauptpersonen geradezu. Ein ganz besonderes Juwel ist die Bibliothekarin. Endlich einmal keine miesepetrige graue Maus! - Für Liebhaberinnen leiser Töne in vielen Büchereien geeignet. (Übers.: Cornelia Stoll)
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Nichts als Liebe
Beth Kephart
Dt. Taschenbuch-Verl. (2012)
dtv ; 62518 : Reihe Hanser
190 S.
kt.