Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
Der 17-jährige Asher hat seine Mutter bei einem Autounfall verloren. Seitdem befindet er sich in einem Gefühlschaos zwischen Wut und Selbstvorwürfen. Er besucht den Schulpsychologen und verschiedene Trauergesprächsgruppen. In einer lernt er Henry
kennen, der nach 50 Jahren Ehe seiner Frau Evelyn selbst die Schlaftabletten besorgt hat. In einer weiteren Gruppe stößt er auf Sloane (16) und Will (17), die beide einen Familienangehörigen an Krebs verloren haben. Will stellte gleich am Anfang die richtige Frage, „bist du okay?“ und wird so schnell zu einem Freund. Spontan machen sich die vier im gestohlenen Auto von Ashers Vaters auf den Weg von New Jersey nach Memphis, wo unter anderem Asher den damals betrunkenen Sattelschlepperfahrer mit seiner Wut konfrontieren will. – Die Autorin K. J. Reilly hat sich in ihrem zweiten Young-Adult-Roman eines schweren Themas angenommen, behandelt es aber humorvoll, auch indem sie Ashers, oft witzige, gedankliche Kommentare einblendet. Die vier Personen haben aufgrund ihrer gemeinsamen Erfahrung ein natürliches Verständnis füreinander und werden sich gegenseitig zu einer Stütze in der Bewältigung ihres Traumas. Tränen, Lachen und kumpelhafte Romanze inklusive!
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
K. J. Reilly ; aus dem Englischen von Ute Mihr
dtv (2024)
Reihe Hanser
345 Seiten
kt.