Himmelsfeuer

Ante liebt seine Familie, seine samische Heimat im Norden Schwedens und seine Zukunft als Rentierzüchter. Allerdings entdeckt er auch seine Liebe zu seinem besten Freund Eric, eine verbotene Liebe, die nicht mit seinen Zukunftsplänen in der Gemeinschaft Himmelsfeuer seines Dorfes vereinbar scheint. Lange ist Ante sich nicht klar über seine homoerotischen Neigungen, die so gar nicht in seiner Gemeinschaft toleriert werden, vor allem nicht von seinem Vater. Und lange ist er sich nicht darüber klar, ob seine Liebe von Eric erwidert wird. Und so dreht sich der Roman lange im Kreis um Antes Verlangen, das er sich selbst nicht eingestehen will, um seine Unsicherheit, wenn er Eric trifft, und seine Sicherheit, wenn er an seine Zukunft als Same denkt. Dazwischen eingestreut hat die Autorin Hinweise auf die rassenbiologisch begründete Unterdrückung der Samen vor hundert Jahren. Die Liebe zwischen Ante und Eric findet am Ende ihre – angedeutete – Erfüllung. Wie es mit Antes anderen Wünschen wird, das bleibt im Nebel der Zukunft. – Die stimmige Coming-Out-Geschichte kann empfohlen werden.

Lotte Schüler

Lotte Schüler

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Himmelsfeuer

Himmelsfeuer

Moa Backe Åstot ; aus dem Schwedischen von Anu Stohner
dtv (2026)

Reihe Hanser
252 Seiten
kt.

MedienNr.: 624251
ISBN 978-3-423-65048-9
9783423650489
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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