Und plötzlich war da wieder das Nichts
Aus der Perspektive der mit psychischen Problemen kämpfenden 16-jährigen Olive wird dieser aufwühlende Jugendroman erzählt. Sie schwankt immer wieder zwischen manischen und depressiven Phasen und steht eines Tages kurz davor, sich von einer Klippe
zu stürzen. Ihre Ärztin vermittelt ihr einen Platz im Camp Reset, dem ersten jungen Kurhaus für psychische Gesundheit. Olive schwankt ständig zwischen der Überzeugung, besser und schlauer zu sein als andere und ihrem Selbsthass hin und her. Auf die Therapieangebote des Camps kann sie sich kaum einlassen, da sie den Therapeut:innen nicht zutraut, ihr helfen zu können. Mit dem schüchternen Lewis, einem Mathegenie, beginnt sie einen Algorithmus für psychische Stabilität zu entwickeln, um "gestörten" Menschen zu helfen. Gemeinsam mit einigen weiteren Jugendlichen entsteht daraus die Idee, dass Freundlichkeit und Mitgefühl das Wichtigste sind, um die Welt zu verbessern und Problemen vorzubeugen. Dabei steigert sich Olive immer mehr in eine manische Phase hinein. Letztendlich muss sie lernen, sich selber zu akzeptieren. – Ein Roman, der Jugendlichen Mut machen will, sich selber zu verzeihen, dass man so ist, wie man ist. Mit Adressliste für Hilfe- und Anlaufstellen, Triggerwarnung. – Für alle!
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Und plötzlich war da wieder das Nichts
Holly Bourne ; aus dem Englischen von Nina Frey
dtv (2026)
381 Seiten
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 14