Safari durch die wilde Stadt
Joe ist ein kleiner Junge, der wilde Tiere liebt. Abends vor dem Schlafengehen steckt er seine Nase in Bücher über wilde Tiere, schaut Tierdokus und malt die schönsten Bilder von Tieren. Doch Joe lebt in der Stadt, umgeben von Häusern, Straßen
und Autos. Dort gibt es keine Wildnis – oder etwa doch? Joe öffnet das Fenster und hört die Vögel singen, er spürt den Hauch des Windes und sieht die Blätter eines Baumes. Seine Fantasie beginnt zu blühen und die Wildnis breitet sich in seinem Zimmer aus. Füchse und Frösche kommen herein, sie nehmen ihn mit in die Stadt, zu Vogelnestern und Ameisenpfaden, zu Igelbauten und wilden Gebüschen. Dann tauchen Flamingos auf und Giraffen, die Autos werden zu Nilpferden und die Parkbänke zu Krokodilen, ja die ganze Stadt verwandelt sich in einen Dschungel. Am Ende erkennt Joe: Die Wildnis ist überall, sie ist wunderschön und kostbar, und wir sind ein Teil davon. Glücklich und geborgen schläft er ein und träumt von Löwen, Fuchsbauten und Nilpferd-Autos. – Die Geschichte will dazu ermuntern, die Wildnis in der Stadt zu entdecken und dazu neugierig Augen, Ohren und Nase zu öffnen. Was in der Realität schwierig sein mag, aber durchaus möglich ist, wird in diesem Buch fantasievoll angeregt: die Umgebung sensibel wahrzunehmen und so ein Bewusstsein für den Wert der Natur zu entwickeln. Ein Bilderbuch für Stadtkinder, geeignet ab ca. 4 Jahren.
Vanessa Görtz-Meiners
rezensiert für den Borromäusverein.
Safari durch die wilde Stadt
Thomas Docherty ; aus dem Englischen von Katja Maatsch
dtv (2024)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4