Royal Gambit
Ross' Familie besteht aus berühmten Gangstern und ihr Leben aus aufwendigen Raubzügen. Als Mitglied der berühmten Familie Quest genießt sie außerdem einen gewissen Ruf, wenn es um Verbrechen geht. Ihre Familie ist schon lange im Geschäft und
besonders ihre Mutter ist ein absoluter Profi. Leider konnte Ross beim letzten Gambit, einem Wettstreit unter Dieben, trotzdem nicht ganz mithalten, landete nur auf dem zweiten Platz und muss sich nun für ein Jahr als Auftragsdiebin für die Organisation verdingen. Und das auch noch zusammen mit Devroe, ihrem größten Rivalen. Er hat das Gambit gewonnen und seitdem schwebt ein Damoklesschwert über Ross. Sie fürchtet, dass er irgendwann seinen Gewinn, einen Wunsch, einlöst und damit wegen einer alten Fehde Ross' Familie auslöscht. Als wäre das nicht schlimm genug, flirtet er auch noch durchgehend mit ihr und es fällt Ross immer schwerer, ihn abzublocken. Doch bei einem Auftrag bietet sich ihr eine Chance. Innerhalb der Organisation gibt es Spannungen und Führungsstreit, was in einem neuen Gambit gipfelt. Dabei bricht der Konflikt wieder auf. Die eine Seite bilden Ross und ihre Freunde, die andere Devroe und seine Verbündeten. Wer wird am Ende triumphieren? Wer wird überleben? – Die Geschichte setzt das hohe Niveau des ersten Teils (BP/mp 24/691) unverändert fort und kann dabei überzeugen. In der Welt der Diebe gibt es viele interessante Charaktere, die alle ihre eigene Art von Spannung mitbringen. Und auch der Wettbewerb ist geprägt von überraschenden Enthüllungen, Wendungen und Allianzen. Ebenso kommen auch die emotionalen Situationen nicht zu kurz und besonders die Lage zwischen Devroe und Ross ist immer wieder kompliziert. Hier kommt keine Langeweile auf!
Julian Schirm
rezensiert für den Borromäusverein.
Royal Gambit
Kayvion Lewis ; aus dem amerikanischen Englisch von Christina Prummer-Lehmair und [einer weiteren]
dtv (2024)
346 Seiten : Illustrationen
fest geb.