Die letzte Zeile des Märchens

Tomàs, ein junger Griechisch- und Lateinlehrer, führt ein eher oberflächliches Leben und hatte schon zahlreiche Partnerinnen an seiner Seite. Er verspürt jedoch eine unüberwindbare Angst, sich wirklich auf die Liebe einzulassen. Daher bringt er Die letzte Zeile des Märchens die Frauen jeweils nach kurzer Zeit dazu, sich von ihm zu trennen. Mittlerweile hat er stets einen Niesanfall, sobald eine Frau seine Gefühle erwidert. Als der Kontaktversuch mit der Philosophiestudentin Arianna wieder bereits im Keim zu ersticken droht, fährt er verzweifelt ans Meer. Er fällt hinein und findet sich, nachdem er den Sternen einen Hilfeschrei zugerufen hat, plötzlich an einem mystischen Ort wieder: den "Thermen der Seele". Die Empfangsdame Stella Maris erklärt ihm, dass er auf eigenen Wunsch hier sei und dass er seine Zwillingsseele suchen wolle. "Alles Gefühlsduselei" - ist die Meinung von Tomàs und er versucht vergeblich zu fliehen. Er wird nun selbst zum Schüler und durchläuft etliche Stationen, an denen er verschiedene Prüfungen absolvieren und sich diversen Fragen stellen muss. Er lernt, seinen Zynismus abzulegen, glückliche Gedanken zu denken und sich und somit auch andere wahrhaft zu lieben. Schließlich hat er jegliche Angst abgelegt und verspürt solch eine große Sehnsucht nach Arianna, dass er wieder in die Wirklichkeit zurückkehren kann, um nach ihr zu suchen. - Ein modernes und philosophisches Märchen, das dem sinnsuchenden Leser in einer rationalen und hoch technisierten Welt zahlreiche Anregungen bietet. Gern empfohlen. (Übers.: Elisabeth Liebl)

Birgit Fromme

Birgit Fromme

rezensiert für den Borromäusverein.

Die letzte Zeile des Märchens

Die letzte Zeile des Märchens

Massimo Gramellini
Kailash (2011)

317 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 568809
ISBN 978-3-424-63040-4
9783424630404
ca. 17,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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