Die Comtessa

Nach dem Tod des Vizegrafen Aimeric ringen gleich drei Mächte um die Stadt Narbona: Der Erzbischof erhebt Anspruch auf das Land, Alfons de Tolosa möchte sein Reich mit Narbona ausweiten und die momentane Regentin Ermenessa will ihre Vorteile nicht Die Comtessa verlieren; deshalb stimmt sie dem Vorschlag von Alfons zu, ihn mit ihrer Stieftochter Ermengarda, rechtmäßige Erbin von Narbona, zu verheiraten. Diese wehrt sich jedoch sowohl gegen die Zwangsheirat als auch die Vergabe ihres Erbes und flieht mithilfe zweier junger Männer, Felipe und Arnaut de Montalban, am Tag der Hochzeit. Kaum dem Komplott von Erzbischof, Emenessa und dem Graf entkommen, hält nicht nur die begonnene Jagd auf sie die drei im Atem, auch stellt sich neben Gefahren und Angst zunehmend eine erbitterte Rivalität unter den jungen Männern ein. Werden sie Ermengarda dennoch im Kampf um ihre rechtmäßige Herrschaft über Narbona beistehen? - Bildreich und spannend entführt Ulf Schiewe den Leser in das Hochmittelalter in eine kleine Stadt, um die ebenso geschachert wird wie um ein junges Mädchen. Während die Protagonistin bisweilen zu modern wirkt, so überzeugen doch die historisch gut recherchierten Beschreibungen des Lebens und der Städte zu dieser Zeit. Wenngleich die Geschichte mit all ihrer Taktiererei ein wenig Anlaufschwierigkeiten hat, nimmt einen das Buch am Ende umso mehr gefangen. Breit einsetzbar.

Sonja Schmid

Sonja Schmid

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Comtessa

Die Comtessa

Ulf Schiewe
Droemer (2011)

553 S. : Kt.
fest geb.

MedienNr.: 568041
ISBN 978-3-426-19887-2
9783426198872
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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