Der Garten des ewigen Frühlings
Auf den Frauen der Familie Laguna lastet ein Fluch: Jede Frau scheint dazu verdammt zu sein, von ihrer wahren Liebe verlassen zu werden und lediglich weibliche Nachkommen zu gebären. Da kann auch Claras Mutter mit ihren Zaubertränken und Amuletten
nichts ändern, sodass Claras große Liebe, ein tapferer Jäger, sie schließlich unglücklich zurücklässt, mit einem Mädchen in ihrem Bauch. Enttäuscht und wütend darüber, dass der Fluch der Laguna-Frauen auch auf ihr lastet, zieht sie sich in ihr Haus zurück. Doch während sie mit ihrem Schicksal hadert, beginnt der verwilderte Garten plötzlich lebendig zu werden. Selbst wenn im Dorf der Winter einkehrt, bleibt es hier immer Frühling, ein magischer Ort, an dem Aberglaube, Magie und Liebe zusammentreffen und sich die Schicksale der Laguna-Frauen entfalten, ihre Querelen mit der Kirche und den Dorfbewohnern, ihre Errichtung eines Freudenhauses und dessen Schließung, ihre Männer, die kommen und doch nie bleiben. Alles wiederholt sich, bis schließlich eines Tages ein Junge geboren wird. Ist der Fluch nun endlich gebrochen? - In bildhafter, farbenprächtiger Sprache erzählt Cristina López eine ungewöhnliche Familiengeschichte, in der sich Aberglaube, Magie und Romantik vereinen. Über mehrere Generationen hinweg zeigt sie starke Frauen, die mit ihrem Schicksal jeweils auf ihre individuelle Art umzugehen lernen. Eingebettet in die Kulisse eines wunderschönen Gartens, den die Autorin wortwörtlich zu erwecken weiß, tröstet die teilweise poetische Sprache über manche Längen hinweg - ein magisch-romantischer Lesetrip. (Übers.: Elisabeth Müller)
Sonja Schmid
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Garten des ewigen Frühlings
Cristina López Barrio
Droemer (2011)
412 S.
fest geb.