Wolkentöchter
Mit mehreren Büchern hat die Autorin bereits auf die Situation von chinesischen Frauen, Müttern und Töchtern hingewiesen. In der vorliegenden Veröffentlichung erzählt sie die Geschichten von zehn chinesischen Müttern. Sie wurden gezwungen, ihre
neugeborenen Töchter zu töten, wegzugeben oder zur Adoption freizugeben. Sie standen sowohl unter Druck ihrer Familien durch Traditionen (das erste Kind muss ein Sohn sein, sonst fällt die Familie in Schande), wie durch die Ein-Kind-Politik der Regierung. - Die Autorin versteht es, die Geschichten der Frauen mit allen Hintergründen gleichzeitig sachgerecht und (sprachlich) einfühlsam zu erzählen, ohne mitleidheischend zu wirken. Ein hervorragendes Buch, das trotz des eher speziellen Themas in jedem Bestand seinen Platz haben sollte. (Übers.: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann)
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Wolkentöchter
Xinran
Droemer (2011)
319 S.
fest geb.