Der verführerische Charme der Durchschnittlichkeit

Theodor Mead Fegley ist gerade mal achtzehn Jahre alt, hat drei Schulklassen übersprungen und sein Mathematikstudium in nur drei Jahren mit Bravour absolviert. Wenige Tage vor seiner mit Spannung erwarteten Abschlussrede vor einem erlesenen akademischen Der verführerische Charme der Durchschnittlichkeit Publikum flieht das junge Genie Hals über Kopf zu seinen Eltern in die Kleinstadt High Grove. Statt Zeta-Null-Statistiken zu erläutern und die Riemannsche Vermutung zu bestätigen, hilft er seinem Vater und seinem Onkel in deren Bestattungsinstitut Särge zu tragen, Begräbnisse vorzubereiten und Fehler in der Buchhaltung zu suchen. Er möchte ein normales Leben führen und nicht mehr gejagt werden von einer überehrgeizigen Mutter, von einem nachtragenden Onkel und von einem neidischen Mitstudenten. Doch so einfach kann er sich nicht in den Alltag einfinden. Immer wieder wandern seine Gedanken zurück in seine Kindheit und seine Schul- und Studienzeit. Zudem wird er seit einiger Zeit von Halluzinationen befallen, die das Genie an den Rand des Wahnsinns treiben. Schließlich scheint er sich jedoch von den Schatten der Vergangenheit befreien zu können. - Der Roman mit dem irreführenden Titel arbeitet mit zahlreichen Rückblenden und deckt nach und nach die Hintergründe und Motive auf, die Mead zur Flucht aus seinem Studentenleben bewegten. Die absolute Einsamkeit und das Gefühl der Fremdheit spielen eine nicht unerhebliche Rolle dabei. Gern empfohlen. (Übers.: Jakob Schmidt)

Birgit Fromme

Birgit Fromme

rezensiert für den Borromäusverein.

Der verführerische Charme der Durchschnittlichkeit

Der verführerische Charme der Durchschnittlichkeit

Melissa Jacoby
Droemer (2011)

455 S.
fest geb.

MedienNr.: 344564
ISBN 978-3-426-19902-2
9783426199022
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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